„Immerhin können wir wieder miteinander sprechen, ohne dass es unser Kind zu sehr belastet. Es geht schließlich um das Wohl unserer Tochter“
Anna K., seit 2 Jahren geschieden, eine Tochter

Beratung für hochkonflikthafte Eltern

Das Wohl des Kindes im Blick

Eine Trennung oder Scheidung ist für Eltern und Kinder immer eine schmerzhafte Erfahrung. Gelingt es Eltern, noch miteinander zu sprechen und wichtige Dinge zu klären, können die Folgen für das Kind abgemildert werden. Wenn Mutter und Vater dazu jedoch nicht mehr in der Lage sind, sieht das anders aus. Einigungen sind kaum möglich, immer wieder kochen die Emotionen hoch: Bei wem soll das Kind leben? Wie viel Kontakt soll es zum anderen Elternteil haben? Wer hat was zu entscheiden? Wird das Kind gar beeinflusst? Nicht selten verlieren streitende Eltern dabei ihre Kinder aus dem Blick oder ziehen sie in den Konflikt hinein.

In der Regel will jedes Elternteil das Beste für sein Kind. Das Kind hat zugleich ein Recht auf beide Eltern. Ist der Konflikt zwischen den Elternteilen festgefahren, bedarf es einer intensiveren Unterstützung, um einen Ausweg zu finden. Wir bieten hochkonflikthaften Eltern einen kompetenten Rahmen, um ihre Trennungskonflikte im Interesse des Kindes zu bearbeiten. Wir unterstützen sie dabei, einen Weg zu finden, um dem gemeinsamen Kind Sicherheit zurückzugeben und die Konflikte konstruktiv anzugehen. Die Bedürfnisse des Kindes und sein Recht auf beide Elternteile stehen dabei im Fokus.

Neue Wege ausprobieren und gemeinsam ihr Kind stärken

Ziel unseres Beratungsangebotes ist es, dass Sie als Eltern in Ihrer dauerhaften gemeinsamen Verantwortung für Ihr Kind, tragfähige Lösungen für Ihren Alltag entwickeln. Wir bieten Ihnen umfassende, professionelle Unterstützung und einen geschützten Raum …,

  • um Ihren Standpunkt vorzubringen und gehört zu werden,
  •  um Dinge aus einer erweiterten Perspektive zu sehen,
  •  um die Bedürfnisse Ihres Kindes wahrzunehmen,
  • um neue Wege des Dialogs zu beschreiten,
  • um Entscheidungen zum Wohl Ihres Kindes zu treffen,
  • um konstruktive Vereinbarungen zu erarbeiten,
  • um wieder einen positiven Ausblick in die Zukunft zu gewinnen.

Lösungen zum Wohle des Kindes – Wie wir arbeiten

Unser Ansatz: Für jeden Elternteil eine Tandem-Partner*in

Ein großes Anliegen in unserer Beratung ist es, die verfahrenen, gegeneinander gerichteten Rollenmuster zu durchbrechen. Bewährt hat sich hier die Tandem-Methode, bei der die Kommunikation zwischen den Eltern über ein Berater*innenpaar stattfindet. Jeder Elternteil spricht mit einer Tandem-Partner*in – eine  Mutter mit einer Frau als Beraterin, ein Vater mit einem Mann als Berater.

Zunächst führen wir getrennte Vorgespräche mit den Eltern. Wenn beide Elternteile die Bereitschaft haben, sich auf das Beratungsangebot einzulassen, findet ein gemeinsames Erstgespräch statt, in dem wir das weitere Vorgehen gemeinsam vereinbaren. Die folgenden Beratungs-Sitzungen werden immer von beiden Berater*innen im Tandem durchgeführt.

Schluss mit Streithahn: Perspektive wechseln – Rollenmuster reflektieren

Die Beratungstermine finden in Form von Dialogen zwischen den Berater*innen statt. Hierbei tragen die Tandempartner*innen die jeweiligen Aussagen der Eltern sachlich vor, ohne dabei Partei zu ergreifen. Im Gespräch reflektieren die Tandempartner*innen die jeweiligen Standpunkte und Aussagen der Eltern, während die Betroffenen mithören und ihre Konfliktpunkte nicht als aktive Streitpartei, sondern aus einer ganz neuen Perspektive erleben. Mit dieser Methode kann es gelingen, der Kommunikation zwischen den beiden Seiten eine neue Dynamik zu geben und die alten, festgefahrenen Rollenmuster zu verlassen.

Unparteilich gehört werden: Auseinandersetzung ohne Kampf

Die Form der Kommunikation im Tandem vermeidet emotionale verbale Konfrontationen und bietet die Chance auf neue Sichtweisen. Die Standpunkte beider Eltern werden unparteilich gehört und reflektiert. Es besteht die Möglichkeit, gemeinsame Sitzungen mit beiden Elternteilen zu unterbrechen und wenn nötig wieder einzeln zu arbeiten. Die Eltern lernen, aus ihren festgefahrenen Konflikten auszusteigen, neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln und Lösungswege für eine bessere Kommunikation zu beschreiten.

Verantwortung übernehmen: gemeinsam unser Kind stärken

Die Beratung ermöglicht für beide Elternteile einen Perspektivwechsel. Im Verlauf des Prozesses können Mutter und Vater lernen, wieder ihre gemeinsame Elternverantwortung wahrzunehmen und die Gefühle und Bedürfnisse ihres Kindes zu erkennen. Ziel ist es, mit Begleitung der Berater*innen tragfähige Lösungen für den Alltag zu entwickeln. Die Kinder werden entlastet und gestärkt – die Eltern in ihrer Verantwortung nachhaltig unterstützt.

Das SkF-Fachteam: Erfahren. Einfühlsam. Kompetent.

Der Beratungsprozess wird von zwei kompetenten Fachkräften mit Einfühlung und zugleich professioneller Distanz begleitet. Neben einer pädagogischen oder sozialpädagogischen Grundausbildung verfügen sie über langjährige Erfahrung in der Arbeit mit Familien sowie Zusatzqualifikationen in den Bereichen Mediation und systemische Familienberatung oder Familientherapie.

Sie haben Interesse an einem kostenfreien Informationsgespräch? Dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf und vereinbaren einen Termin.

SkF-Kompetenzzentrum Familie
Beratung für hochkonflikthafte Eltern
Eschholzstraße 101
79115 Freiburg

Ansprechpartner:
Claudia Schwarz-Keunecke
Telefon 0761 38508-335
schwarz-keunecke@skf-freiburg.de

Matthias Münzer
Telefon 0761 38508-361
muenzer@skf-freiburg.de

Noch Fragen?

Unsere Antworten finden Sie hier

Unsere Beratung richtet sich an Eltern, die grundsätzlich einen Ausweg aus ihrer konflikthaften Situation anstreben und das Wohl ihres Kindes wieder in den Mittelpunkt stellen wollen.

Durch die Begleitung im Tandem ermöglicht die Beratung wieder die Chance auf eine Kommunikation zwischen den Eltern. Sie bietet einen unparteilichen, geschützten Rahmen, um Konflikte zu lösen und einen guten Umgang beider Eltern mit dem Kind zu ermöglichen. Es werden klare Vereinbarungen zum Wohle des Kindes erarbeitet und die notwendige Akzeptanz geschaffen, dass diese auch von beiden Seiten eingehalten werden.

Während eines Gerichtsprozesses zwischen den Eltern kann die Beratung nicht in Anspruch genommen werden. Möglich ist sie bei Aussetzen oder nach Abschluss des Scheidungsprozesses.

Alle relevanten Themen, die sich auf eine verantwortungsvolle Betreuung und positive Entwicklung des Kindes beziehen, können zur Sprache kommen:

  • Wie regeln wir nach der Trennung die Betreuungszeiten?
  • Wie können wir gut miteinander kommunizieren?
  • Wir finden wir eine gute Umgangsregelung?
  • Wie gehen wir auf die Bedürfnisse unseres Kindes ein?
  • Wie können die individuellen Interessen der Eltern jeweils berücksichtigt werden?
  • Wie treffen wir in Zukunft wichtige Entscheidungen?

Im Falle gerichtlicher Schritte eines Elternteils wird die Beratung unterbrochen oder beendet.

Die Tandem-Methode ist vor allem in der Anfangsphase der Beratung hilfreich. Im weiteren Verlauf soll auch wieder Kommunikation untereinander gelingend stattfinden können.

Dieses Angebot wird unterstützt von Sozialdienst katholischer Frauen Diözesanverein für die Erzdiözese Freiburg e. V.