• Eine Gruppe von Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft sitzt fröhlich plaudernd auf einer Couch in einem gemütlichen Wohnzimmer, während andere im Hintergrund stehen und sich unterhalten. Ein kleiner Junge sitzt auf dem Schoß einer älteren Frau und lächelt.
„Alle waren mit ganzem Herzen dabei und wir haben viel geredet. Zum Schluss hatten wir Lösungsideen, auf die wir sonst nie gekommen wären.“
Ruth, Mutter von Florian, 5 Jahre alt
Eine kastanienbraune Grafik mit vier kreisförmig angeordneten Herzen, die eine symmetrische blumenähnliche Form bilden, auf schwarzem und weißem Hintergrund.

Familienrat

Mit den eigenen Ressourcen Probleme lösen.

Der Familienrat ist ein kompaktes Lösungsfindungsverfahren und basiert auf dem Grundgedanken, dass Familien über das größte Wissen, sowohl um ihre Probleme als auch um ihre Ressourcen zur Problemlösung verfügen. Ziel des niederschwelligen Verfahrens ist es, die Familie von innen heraus zu stärken und ihre Kräfte für die Lösung der eigenen Probleme zu nutzen.

Im Rahmen eines Treffens – dem so genannten Familienrat – sucht die Familie gemeinsam mit ihrem Lebensumfeld – Freund:innen, Verwandte und nahestehende Personen – nach passgenauen Lösungen für ihre aktuelle Situation. Im Mittelpunkt steht dabei immer das Wohl der Kinder in der Familie. Die Familienmitglieder als Gastgeber des Familienrates entscheiden über Zeit, Ort, Rahmen und eingeladene Personen. Bei der Vorbereitung und Durchführung des Familienrates unterstützt eine unabhängige pädagogische Fachkraft des SkF Freiburg als unparteiliche Koordinator:in.

Kompakter Prozess. Multiple Wirkung.
Ein neuer Weg zu gemeinsam getragenen Lösungen.

Partizipation und Ressourcenstärkung

Der Ansatz des Familienrats setzt auf Partizipation und weckt die Eigenkräfte der Familie. Diese wird dabei unterstützt, ihre Probleme aktiv anzugehen und eigene Lösungen dafür zu entwickeln. Die Familie entscheidet auch über die Teilnehmer:innen und Ausgestaltung des Familienrates.

Empowerment und Eigenverantwortung

Im Familienrat wird die individuelle Problemlösungskultur der Familie nutzbar gemacht und gestärkt. Die Familie und ihr soziales Netzwerk gestalten den Prozess, entwickeln einen eigenen Plan zur Problemlösung und übernehmen die Verantwortung für die Durchführung.

Stärkung sozialer Netzwerke

Das soziale Netzwerk wird umfassend einbezogen. Die Familie aktiviert neue Kontakte, die an der Problemlösung beteiligt werden. Das Einbeziehen von möglichst vielen Menschen aus dem sozialen Netzwerk eröffnet neue Lösungsperspektiven und stärkt das soziale Miteinander.

 Mögliche Anlässe für einen Familienrat

Übergänge und Umbrüche im Familiensystem
Klärungsbedarf im Falle von Trennung und Scheidung
Krankheit, psychische Probleme, Suchtverhalten eines Elternteils
Unterstützungsbedarf bei großer Belastung
Schulverweigerung
Rückführung des Kindes aus stationärer Unterbringung
Verselbständigung von Eltern mit Kindern nach einer stationären Maßnahme

Infos und Anfragen

Sie haben eine konkrete Fallanfrage oder möchten sich zum Familienrat beraten lassen? Über unser Online-Formular können Sie unkompliziert Kontakt mit uns aufnehmen.

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Kompetenzzentrum Familie
Familienrat
Eschholzstraße 101
79115 Freiburg
Telefon 0761 38508-330
familienrat@skf-freiburg.de

Klar strukturiert. Zeitnah umgesetzt.

I Vorbereitung

Ein(e) neutrale(r) Koordinator:in unterstützt in der Organisation und Durchführung des Treffens. Im Rahmen eines ergebnisoffenen Vorgespräches mit der Familie werden die Situation besprochen und die Themen des Familienrates abgestimmt. Die Familie schlägt die Teilnehmenden vor und entscheidet über Ort und Termin des Ereignisses. Der/die Koordinator:in lädt die von der Familie vorgeschlagenen Gäste ein.

II Durchführung

1. Begrüßung und Informationsphase

Die Koordinator:in stellt den Ablauf vor und moderiert die Begrüßungsrunde. Die Fachkraft des Jugendamtes stellt die Problemlage aus fachlicher Sicht dar und informiert über Möglichkeiten der professionellen Unterstützung. Es folgt eine Stärkerunde, in der die Gäste die Ressourcen der Familie beschreiben und darstellen, was in der Familie gut läuft. Offene Fragen werden beantwortet.
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2. Familienphase (Family-Only-Phase)

Die Fachkräfte verlassen den Raum und die Familie diskutiert gemeinsam mit dem Netzwerk die Problemsituation. Sie entwickelt eigenständig mögliche Lösungsansätze und Unterstützungsvorschläge, die in einem Lösungsplan festgehalten werden.

3. Entscheidungsphase

Die Familie präsentiert ihren Lösungsplan, der mit den Fachkräften abgestimmt wird. Die Einzelheiten des Lösungsplans werden genau fixiert und bedürfen einer Zustimmung durch die Fachkräfte. Damit wir gewährleistet, dass das Wohl des Kindes oder Jugendlichen gesichert ist. Sämtliche Absprachen und daraus resultierende Aufgaben werden innerhalb der erweiterten Familiengruppe verteilt und der Plan von allen unterzeichnet.

III Umsetzung und Überprüfung

Zwei bis drei Monate später findet ein Folgerat zur Auswertung statt.
Fortschritte und Entwicklungen werden besprochen und eventuelle Anpassungen vorgenommen.

Etwa drei Monate später findet ein Folgerat zur Auswertung statt. Die Teilnehmenden überprüfen, welche Wirkung der Plan gezeigt hat. Fortschritte und Entwicklungen werden reflektiert und eventuelle Anpassungen oder Ergänzungen vorgenommen.

Unser Angebot auf einen Blick

Grundsätzlich ist die Methode des Familienrates für jede Familie geeignet. Voraussetzung ist, dass die Mitglieder der Familie dazu bereit sind, sich vor dem sozialen Netzwerk zu öffnen und sich für die Lösung ihres Problems mit Fokus auf das Kindeswohl einzusetzen.

Der Familienrat ist jederzeit möglich

  • vor einer Jugendhilfe-Maßnahme,
  • während einer laufenden Hilfe,
  • nach einer Hilfe,
  • außerhalb anderer Unterstützungsangebote.

Mögliche Anlässe für einen Familienrat

• Übergänge und Umbrüche im Familiensystem
• Klärungsbedarf im Falle von Trennung und Scheidung
• Krankheit, psychische Probleme, Suchtverhalten eines Elternteils
• Unterstützungsbedarf bei großer Belastung
• Schulverweigerung
• Rückführung des Kindes aus stationärer Unterbringung
• Verselbständigung von Eltern mit Kindern nach einer stationären Maßnahme

Ausgangspunkt ist eine vom Jugendamt formulierte Sorge, bezüglich der Entwicklung eines oder mehrerer Kinder der Familie. Neben dem Hauptziel eine passgenaue Lösung für die konkrete Problemlage zu entwickeln, zielt die Methode auf die Förderung weiterer Aspekte wie

  • Maximale Mitbestimmung im Rahmen der Hilfeplanung
  • Ressourcenorientierung und Aktivierung der eigenverantwortlichen Problemlösung
  • Stärkung des Gemeinschaftsgefühls
  • Aktivierung und Erweiterung des sozialen Netzwerks
  • Auftrag durch Jugendamt und Familie – Sorgeformulierung durch das Jugendamt
  • Vorbereitung mit Unterstützung der Koordinator*in
  • Termin des Familienrats mit dem Ergebnis eines von allen Beteiligten akzeptierten Lösungsplanes
  • Umsetzung des Plans in der Familie – gegebenenfalls mit Unterstützung des Netzwerkes
  • Termin zur Überprüfung und bei Bedarf Anpassung der Inhalte
In Deutschland wird das Verfahren seit über 14 Jahren vor allem bei der Hilfeplanung im Bereich Erziehungshilfen eingesetzt. Rechtliche Grundlagen dafür sind vorrangig §§ 16 und 36 SGB VIII.
Handschriftlicher Text Familienberatung in Grau über einer roten Zeichnung von fünf stilisierten Strichmännchen mit herzförmigen Köpfen, die eine Familie symbolisieren. Der Hintergrund ist weiß.
Handgeschriebener Text Familienmediation über drei roten Herzkonturen, wobei das mittlere Herz kleiner und dunkler ist. Das Design vermittelt ein warmes, familienorientiertes Thema.
Der handgeschriebene deutsche Text lautet "Beratung hochkonflikthafte Eltern". Unter dem Text befinden sich zwei sich überlappende rote Herzumrisse mit zwei kleinen Punkten darunter, die an eine stilisierte Familie erinnern.
Das Bild zeigt das Wort Familienrat in kursiver Schrift über einer roten Blume mit sechs Blütenblättern, die jeweils die Form eines Herzens haben. Der Hintergrund ist transparent.
Logo mit dem Schriftzug Frühe Familienhilfe und einer roten Zeichnung von zwei sich überlappenden Herzen über einer geschwungenen Linie.
Der handschriftliche Text lautet "Sozialpädagogische Familienhilfe intensiv & inklusiv" über einer roten Skizze von zwei großen Herzen mit einem kleinen Herz dazwischen, die einer Familie ähneln und von geschwungenen Linien umschlossen sind.
Handgeschriebener Text "Schuldenberatung" mit einem roten Herz mit einem Häkchen darin, auf hellem Hintergrund.
Das Bild zeigt das Wort Patengroßeltern in Schreibschrift über zwei roten, handgezeichneten Herzformen mit lächelnden Gesichtern, die sich an den Händen halten. Ein Herz trägt eine Brille.
Das Bild zeigt oben das Wort Kurberatung in einer handschriftlichen Schriftart und darunter ein großes rotes Rechteck auf weißem Hintergrund.