Aufmerksam für Umwelt und Gesundheit
Mit ganzem Herzen für unsere Zukunft
Der Blick für das Ganze ist einer der Kernwerte des SkF Freiburg – ganz im Sinne der altgriechischen Wortbedeutung von katholisch: „Allumfassend. Die ganze Welt integriert.“ Insofern bedeutet ein Handeln mit Blick für das Ganze auch, als Organisation umsichtig mit Mensch und Umwelt umzugehen. Schließlich schlägt unser Herz nicht nur für ein solidarisches Freiburg, sondern für den ganzen Planeten.
Im Sinne einer nachhaltigen Unternehmensführung möchten wir in der gesamten Organisation – quer durch alle Abteilungen und Fachbereiche – die bestmöglichen Voraussetzungen für einen achtsamen Umgang mit unserer Gesundheit, unserer Umwelt und mit unseren natürlichen Ressourcen schaffen. Dafür machen sich beim SkF Freiburg zwei Nachhaltigkeitsbeauftragte und ein vierköpfiges Umweltteam aus verschiedenen Bereichen des SkF stark.
Zertifiziertes Umweltmanagement seit 2016
2016 hat der SkF Freiburg das EMAS-geprüfte Umweltmanagement eingeführt. Organisationen, die nach EMAS – dem Umwelt-Gütesiegel der EU – zertifiziert sind, verpflichten sich, alle Umweltaspekte vom Energieverbrauch über Abfall bis zu Emissionen rechtssicher umzusetzen und über die gesetzlichen Bestimmungen hinaus einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess der Umweltleistungen bei allen Mitarbeitenden zu erreichen. Bei uns wird das Umweltmanagement deshalb auch in allen Abteilungen gelebt und die Mitarbeiter:innen mit einbezogen. In einer sogenannten Umwelterklärung berichtet unsere Organisation öffentlich über die umweltrelevanten Tätigkeiten und Verbesserungen. Messbare Zahlen, Daten und Fakten wie Emission, Abfälle, biologische Vielfalt, Ressourcen-, Wasser- und Energieverbräuche werden jährlich aktualisiert. 2025 wurden unsere stationären Einrichtungen – das MutterVater-Kind-Haus und das Kinder- und Familienzentrum – rezertifiziert und erstmals auch unsere Kita Auenland und das Kompetenzzentrum Familie in das Umweltmanagement integriert. Damit ist unser Träger an allen drei Standorten EMAS-zertifiziert.


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Ganzheitliches Denken – bewussteres Handeln:
von Müllvermeidung bis zu selbst erzeugtem Solarstrom
Grundsätzlich unterstützt uns das Umweltmanagement dabei, bewusster zu handeln und immer wieder neue Themen in den Blick zu nehmen. So erleben wir eine höhere Sensibilisierung der Kinder und Mitarbeitenden auf Müllvermeidung und optimierte Mülltrennung. Auch haben wir auf umweltfreundliche Reinigungsmittel umgestellt. Unsere Hauswirtschaft pflegt einen bewussteren Lebensmitteleinkauf und Lebensmittelverbrauch. Zentrale Themen sind auch die effiziente Strom- und Wassernutzung durch Umrüstung von Lampen und Anschaffung von strom- und wassersparenden Geräten sowie die umweltfreundliche Mobilität. Ein weiterer Augenmerk liegt auf mehr Sicherheit in Sachen Hygiene, Brandschutz, Erste Hilfe oder E-Check von Geräten.
Sauberer Strom aus Sonnenenergie
Ein weiterer Meilenstein: Seit Herbst 2024 erzeugt eine Solaranlage auf dem Dach unseres Gebäudes in der Kartäuserstraße 51 eigenen Strom und produziert rund ein Drittel des Stromverbrauches in unserem Kinder- und Familienzentrum.
Vom ersten Tag an beim Freiburger Klimapakt dabei
Mit unseren Umwelt-Maßnahmen unterstützen wir aktiv das Ziel der Stadt Freiburg, bis 2035 klimaneutral zu werden. Eine große Herausforderung, die nur gelingen kann, wenn die kommunale Wirtschaft und die Stadtgesellschaft das erforderliche Klima-Engagement mittragen. Das genau ist der Grundgedanke des Freiburger Klimapaktes, der lokale Unternehmen, Organisationen, Vereine, Bildungseinrichtungen und sonstige Institutionen zusammenbringen möchte, um sich zu vernetzen, voneinander zu lernen und durch Erfahrungsaustausch gemeinsam zu profitieren. Für den SkF Freiburg war es eine Selbstverständlichkeit, als Gründungsmitglied vom ersten Tag an mit dabei zu sein.
Klimafreundlich unterwegs – zukunftsorientiertes Mobilitätskonzept
In der Green City Freiburg gehört ein Fahrrad zur mobilen Grundausstattung – selbstverständlich auch beim SkF. So bieten wir unseren Mitarbeitenden ein Jobrad® für den Arbeitsweg und als Dienstfahrzeug bei Hausbesuchen an. Zuschüsse für Regio- oder Deutschlandticket und ein Fuhrpark aus Elektroautos und Lastenrad tragen auch sonst einiges zur Einsparung von Emissionen im Mobilitätsverhalten unserer Mitarbeitenden bei.
2024 mit dem MobilSiegel ausgezeichnet
2024 wurde der SkF Freiburg erstmals mit dem MobilSiegel ausgezeichnet. Damit würdigt die VAG im Auftrag der Stadt Freiburg regionale Unternehmen, die sich durch die Förderung nachhaltiger Mobilität hervorheben.
Mit optimiertem Mobilitätskonzept auf der Überholspur
Auf dem Weg zu einem nachhaltigen Mobilitätskonzept wurde 2025 im Rahmen eines Förderprojektes mit Unterstützung von Patrick Spies, Experte für betriebliches Mobilitätsmanagement, eine umfassende Datenerhebung vorgenommen, um Optimierungs-Potenziale beim SkF zu ermitteln. Untersucht wurden Infrastruktur, Fahrzeugflotte, Dienstreisen, Entfernungen zum Arbeitsplatz und das Pendler:innenverhalten. Die Ergebnisse zeigen, dass wir mit überwiegender Fahrradmobilität schon ausgesprochen nachhaltig unterwegs sind. Mit ergänzenden Angeboten und einer verbesserten Infrastruktur für unsere Radler:innen im eigenen Haus möchten wir die Fahrradmobilität weiter fördern.

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Mit innovativen Projekten und einer transparenten Berichterstattung auf dem Weg zu gelebter Nachhaltigkeit
Das Projekt „Out of the Box: Digital. Nachhaltig. Agil.“ des Diözesan-Caritasverbandes Freiburg im Rahmen des EU-Förderprogramms rückenwind3 setzt die richtigen Weichen, um den wachsenden Herausforderungen in den Bereichen Digitalisierung, Agilität und Nachhaltigkeit mit neuen Konzepten zu begegnen. Als teilnehmende Organisation hat sich der SkF Freiburg für den Schwerpunkt Nachhaltigkeit entschieden und vier Themen definiert, die im Projektzeitraum von Mai 2023 bis April 2026 bearbeitet wurden: Mobilität, Arbeitsbedingungen im Schichtdienst, Nachhaltigkeitsberichterstattung und interne Kommunikation, die das Thema in alle Bereiche der Organisation hineintragen soll.
Umfassender Maßnahmenplan zur Optimierung der CO2-Bilanz
Das 2024/2025 durchgeführte Projekt „Klimaschutz beim SkF Freiburg“ zielte darauf ab, die bestehenden Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsmaßnahmen im Sinne eines systematischen Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsmanagements auf eine neue Stufe zu heben. Mit Unterstützung der Energieagentur Regio Freiburg wurde in diesem Rahmen eine Bestandsaufnahme durchgeführt, um erste Weichen zur Optimierung der CO₂-Bilanz zu stellen. Daraus haben wir wertvolle Impulse mitgenommen und einen Maßnahmenplan entwickelt, der aktuell Schritt für Schritt umgesetzt wird.
Seit 2025 Nachhaltigkeit transparent gemacht
Aufbauend auf die erhobenen Analysen und Projektergebnisse haben wir im Jahr 2025 auch erstmals einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht, der neben Treibhausgasemissionen, Wasser- und Abfallmanagement weitere Nachhaltigkeits-Themen wie Arbeitssicherheit, Gesundheitsmanagement, Arbeitsbedingungen, Entlohnung und Menschenrechtspolitik in unserer Organisation und im Umgang mit Wirtschaftspartner:innen berücksichtigt.

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„Planetary Health Diet“ – auf dem Weg zu 95 % regionalen Bio-Produkten in der SkF Küche
Unser Team in der SkF-Küche bereitet täglich rund 110 Mahlzeiten für die kleinen und großen Menschen in unseren Einrichtungen zu. Wo immer es möglich ist, werden frische, regionale Produkte aus umweltschonendem Anbau verarbeitet. Im Rahmen des geförderten Bundesprogramms für ökologischen Landbau hat unsere Küche mit Unterstützung des Biofood-Experten Albert Wöhrle, Mitglied im Freiburger Ernährungsrat, den Bioanteil deutlich getoppt. Dieser konnte bislang von 34 % auf rund 85 % Bio-Produkte erhöht werden. Angestrebt ist ein Bioanteil von 95 %.
Regionale Bio-Produkte – nahezu kostenneutral umgesetzt
Die Umstellung auf Bio-Food wurde nahezu kostenneutral umgesetzt. Allein durch Anpassung des Speiseplans und der Rezepturen sowie Einbindung neuer regionaler Lieferanten und durch effizientere Prozessabläufe in der Küche können Einsparungen erreicht werden, die nun dem Einsatz von Bioprodukten in unserer Küche zugutekommen. Angeregt durch das Konzept der „Planetary Health Diet“ – ein wissenschaftlich fundierter Speiseplan, der gleichermaßen die Gesundheit des Menschen wie die des Planeten schützt – ging es bei der Umstellung der Rezepte auf Bio-Qualität auch um einen nachhaltigeren Umgang mit den natürlichen Ressourcen. So verursachen pflanzliche Lebensmittel im Schnitt nur ein Zehntel der Treibhausgase im Vergleich zu Fleisch und Milchprodukten. Transport, Verpackung und Lagerung sind weitere relevante Aspekte.
Smarte Rezepte – gesund für uns und den Planeten
Für unsere Rezepturen bedeutet dies bevorzugt Saisongemüse aus der Region, Vermeidung von Convenience-Produkten und vor allem Reduzierung des Fleischanteils. Ein Beispiel: Bei der Bolognese-Sauce konnte der Co2-Fußabdruck gegenüber der klassischen Rezeptur mit Rindfleisch durch ein vegetarisches Bio-Rezept mit Linsen um mehr als das Zehnfache reduziert werden. Kinder, Eltern und Mitarbeitende freuen sich über die Ergebnisse aus der SkF Küche. Besonders beim Obst und Gemüse finden sogar die Kids, „dass das jetzt noch besser schmeckt“.

