Nach über 30 Jahren stellt der SkF-Treff – AIDS-Beratung für Frauen & Familien zum 31. März 2020 seine Tätigkeit ein.

Ein Großteil unserer Klientinnen wurde über viele Jahre von uns beraten und begleitet. Wir haben mit unseren Klientinnen schöne und traurige Momente erlebt. Hausbesuche gemacht. Zu Ärzten begleitet. In Gesprächen vermittelt. Bei Behördengängen geholfen. Ihre Familien kennengelernt.
Wir haben sie dabei unterstützt mit einer chronischen, ansteckenden und darüber hinaus stigmatisierten Erkrankung zu leben.

Als der SkF-Treff 1989 gegründet wurde, galt HIV/AIDS als eine in der Regel tödlich verlaufende, hoch infektiöse Erkrankung. In Freiburg fehlte damals ein Beratungsangebot, das auf die spezielle Lebenssituation von Frauen mit HIV/AIDS zugeschnitten war. Aus dieser Situation heraus schuf der Leiter der gynäkologischen Ambulanz der Uniklinik Freiburg gemeinsam mit der Referentin des SkF-Diözesanvereins und der Frauenklinik ein niedrigschwelliges Angebot für Frauen, den SkF-Treff.
Heute, mehr als drei Jahrzehnte später, haben sich die Lebensbedingungen HIV-infizierter Menschen verändert. Die HIV-Infektion ist mittlerweile gut behandelbar und unter Therapie nicht mehr auf andere übertragbar. Das ist ein durchschlagender Erfolg.

Die Finanzierung unserer AIDS-Beratungsstelle wurde in den letzten Jahren zunehmend schwieriger. Leider müssen wir die Stelle nun schließen. Dieser Schritt ist uns nicht leicht gefallen.
Wir wünschen den von uns begleiteten Frauen alles Gute!

Ratsuchende rund um das Thema HIV/AIDS können sich in Freiburg an die AIDS-Hilfe und die Aidsberatung im Gesundheitsamt wenden.