Übersicht News2020-02-05T10:51:01+00:00

Neues vom SkF

Behelfsmasken für Kinder, Familien und Mitarbeiter*innen

Wir danken allen Spender*innen, die unserem Aufruf gefolgt sind

Anfang April 2020 haben wir einen Aufruf gestartet, dass wir dringend Behelfsmasken benötigen. In unserem Arbeitsalltag müssen und möchten wir trotz Kontaktbeschränkungen weiterhin in persönlichem Kontakt bleiben. Zu diesem Zeitpunkt hatten bereits verschiedene Mitarbeiter*innen selbst mit dem Nähen von Mund-Nasen-Schutz begonnen, aber wir brauchten dringend Unterstützung. Über 200 Masken wurden inzwischen in liebevoller Handarbeit für uns genäht und gespendet. Die Behelfsmasken kommen täglich zum Einsatz und werden verwendet von den Kindern und Jugendlichen, Müttern, Eltern, Familien und Mitarbeiter*innen in unseren stationären und ambulanten Angeboten. Die Kinder und Familien tragen ihre Masken auch privat beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln und sind besonders seit Einführung der Maskenpflicht sehr froh gut mit Masken versorgt zu sein.

Wir danken allen, die für uns genäht und gespendet haben, ganz herzlich!

 

Neue Wohngruppe für in Obhut genommene Kinder

Am 1. Mai 2020 öffnet die Gruppe Avalon im Kinder- und Familienzentrum St. Augustinus

Wenn Kinder zu ihrem Schutz aus ihrem familiären Umfeld herausgenommen werden, muss alles ganz schnell gehen. Die Zahl der Inobhutnahmen ist in den letzten Jahren gestiegen und nicht alle Kinder können kurzfristig in Bereitschaftspflegefamilien untergebracht werden. Oftmals entstehen prekäre Engpässe. Unser Kinder- und Familienzentrum St. Augustinus möchte diese Lücke füllen und öffnet eine neue Inobhutnahmegruppe. Die Gruppe Avalon bietet Platz für fünf Mädchen und Jungen im Alter von vier bis zehn Jahren. In Obhut genommene Kinder befinden sich in einer emotionalen Ausnahmesituation und sind außergewöhnlich stark belastet. In unserer neuen Gruppe finden sie einen sicheren Ort, an dem sie Geborgenheit, Schutz und eine fürsorgliche Betreuung durch erfahrene Pädagog*innen erleben. In überschaubarer, familienähnlicher Atmosphäre können die Kinder zur Ruhe kommen und eine Perspektive für den weiteren Weg kann entwickelt werden.

Ausführliche Informationen zu unserem Angebot rund um Inobhutnahmen finden sie hier.

Teilnahme am Modellprojekt „Inklusion jetzt!“

Sozialpädagogisch betreutes Familienwohnen wurde für wegweisendes Leuchtturmprojekt ausgewählt

Das Projekt „Inklusion jetzt!“ begleitet das Sozialpädagogisch betreute Familienwohnen und den SkF Freiburg auf dem Weg hin zu einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe. Gemeinsam werden Konzepte für die Praxis entwickelt. Im Mittelpunkt stehen dabei die Kinder, Jugendlichen, jungen Erwachsenen und deren Familien, unabhängig von ihrer Herkunft und der Art ihrer Benachteiligung, Behinderung und Beeinträchtigung. Ziel ist  die gleichberechtigte Teilhabe für alle Kinder und Jugendlichen. Ihre individuellen Bedarfe dienen als Orientierung, um ihnen ein gelingendes Aufwachsen zu ermöglichen.

Am Projekt „Inklusion jetzt!“ nehmen noch 19 weitere Einrichtungen mit ganz unterschiedlichen Erfahrungshintergründen teil. Die Fachkräfte werden über vier Jahre in Tandems zusammenarbeiten und an Workshops teilnehmen. Durch den intensiven Austausch der Fachkräfte, die Vernetzung des praktischen Handelns und insbesondere den Austausch der unterschiedlichen Sichtweisen von Erziehungs- und Behindertenhilfe wird die Projektentwicklung vorangebracht.

Das Projekt wird gemeinsam vom Bundesverband katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfen (BVkE) und dem Evangelischen Erziehungsverband (EREV) inhaltlich verantwortet. Das Projekt wird über vier Jahre von der Aktion Mensch Stiftung gefördert.

Weitere Informationen stehen auf der Homepage des Projektes.

„Dann kommt das Essen halt zu uns nach Hause“

Neues Projekt der Frühe Hilfen „Guter Start ins Leben“

Mitarbeiter*innen verteilen Essenspakete an 60 Familien

Viele Familien, die Angebote unserer Frühen Hilfen nutzen, sind in der Corona-Krise stark belastet:
Finanziell durch den Wegfall von Kita- und Schulkinderessen, räumlich durch teilweise sehr beengte Wohnverhältnisse und sozial-emotional durch den Wegfall von Sozialkontakten. Familien mit geringen deutschen Sprachkenntnissen sind verunsichert durch die gesellschaftlichen Einschränkungen und immer wieder neuen Regelungen. Sie haben große Angst etwas falsch zu verstehen oder falsch zu machen und leben häufig sehr isoliert.

Aus dem Wunsch heraus, die Familien zu unterstützen und in Kontakt zu bleiben, entstand die Idee Essenspakete an Familien zu liefern und persönlich – natürlich mit Sicherheitsabstand –  zu übergeben. Die 60 belieferten Familien verteilen sich auf zahlreiche Freiburger Stadtteile und die Umgebung.

Die Essenspakete enthalten Grundnahrungsmittel, gesundes Gemüse und etwas Schokolade zum Naschen. Außerdem Informationsmaterial über Corona und Tipps für Eltern – das Wesentliche einfach erklärt – sowie wichtige Telefonnummern in Freiburg.

Die Mitarbeiter*innen waren überwältigt, wie sehr sich die Familien über die ersten Essenspakete zu Ostern gefreut haben. „Es ist mal so schön, sich mit jemand anderem zu unterhalten!“, sagte eine Mutter zu Kirsten Wenzler von den Frühen Hilfen und „Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet, dass ich etwas geschenkt bekomme.“ Die Familien freuen sich schon sehr auf das nächste Essenspaket in der folgenden Woche.

Das Projekt wird durch den Sozialdienst katholischer Frauen – Diözesanverein für die Erzdiözese Freiburg e.V. gefördert.
Die Behältnisse für die Essenspakete wurden von Alnatura und dem Großmarkt Edeka auf der Haid gespendet.

Unser neues Kompetenzzentrum Familie

Am 6. April 2020 starten wir in unserem neuen Kompetenzzentrum Familie!

Kompetenzzentrum Familie
Eschholzstraße 101
79115 Freiburg
Straßenbahn Linie 5 Richtung Rieselfeld, Haltestelle „Pressehaus“
Telefon: 0761 38508-0 oder 0761 38508-330
Email: kontakt@skf-freiburg.de oder beratung@skf-freiburg.de

Hier finden Eltern mit ihren Kindern immer ein offenes Ohr. Unsere bereits seit vielen Jahren bestehenden und bewährten Beratungs- und Unterstützungsangebote für Familien werden an diesem neuen, gemeinsamen Standort zusammengeführt und noch enger miteinander vernetzt. Neue, innovative Angebote sind im Aufbau. Die Familien profitieren von kurzen Wegen und einer breiten Angebotspalette.

Diese Angebote befinden sich ab 6. April im Kompetenzzentrum Familie:

Schwangeren- und Familienberatung
Frühe Hilfen „Guter Start ins Leben“

Betreuungsverein

(vorherige Adresse: Rieselfeldallee 1, 79111 Freiburg)

und

Sozialpädagogische Familienhilfe intensiv
Sozialpädagogisch betreutes Familienwohnen
KOMPASS-Fachpflegefamilien
Familienrat
Beratung für hochkonflikthafte Eltern
Begleitete Umgänge
(vorherige Adresse: Kartäuserstr. 51, 79102 Freiburg)

Genauere Informationen, wie Sie aktuell mit uns Kontakt aufnehmen können, finden Sie hier.

Bitte beachten Sie auch unsere Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus.

SkF-Treff schließt zum 31. März 2020

Nach über 30 Jahren stellt der SkF-Treff – AIDS-Beratung für Frauen & Familien zum 31. März 2020 seine Tätigkeit ein.

Ein Großteil unserer Klientinnen wurde über viele Jahre von uns beraten und begleitet. Wir haben mit unseren Klientinnen schöne und traurige Momente erlebt. Hausbesuche gemacht. Zu Ärzten begleitet. In Gesprächen vermittelt. Bei Behördengängen geholfen. Ihre Familien kennengelernt.
Wir haben sie dabei unterstützt mit einer chronischen, ansteckenden und darüber hinaus stigmatisierten Erkrankung zu leben.

Als der SkF-Treff 1989 gegründet wurde, galt HIV/AIDS als eine in der Regel tödlich verlaufende, hoch infektiöse Erkrankung. In Freiburg fehlte damals ein Beratungsangebot, das auf die spezielle Lebenssituation von Frauen mit HIV/AIDS zugeschnitten war. Aus dieser Situation heraus schuf der Leiter der gynäkologischen Ambulanz der Uniklinik Freiburg gemeinsam mit der Referentin des SkF-Diözesanvereins und der Frauenklinik ein niedrigschwelliges Angebot für Frauen, den SkF-Treff.
Heute, mehr als drei Jahrzehnte später, haben sich die Lebensbedingungen HIV-infizierter Menschen verändert. Die HIV-Infektion ist mittlerweile gut behandelbar und unter Therapie nicht mehr auf andere übertragbar. Das ist ein durchschlagender Erfolg.

Die Finanzierung unserer AIDS-Beratungsstelle wurde in den letzten Jahren zunehmend schwieriger. Leider müssen wir die Stelle nun schließen. Dieser Schritt ist uns nicht leicht gefallen.
Wir wünschen den von uns begleiteten Frauen alles Gute!

Ratsuchende rund um das Thema HIV/AIDS können sich in Freiburg an die AIDS-Hilfe und die Aidsberatung im Gesundheitsamt wenden.